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Dynamische Entspannung nach der Rossini-Methode von Peter Bergholz

tanzen - bewegen - begegnen - Flow erleben

"Nur die Erlebnisse verändern uns nachhaltig, die uns unter die Haut gehen"
(Prof. Dr. Hüther, Neurobiologe)

Mit diesem Ansatz, der von der aktuellen Hirnforschung bestätigt wird, hat sich in den letzten 20 Jahren die Dynamische Ent- spannung entwickelt. Es geht um positive neue Erfahrungen im Leben - nicht um therapeutische Arbeit oder Herumstochern in der persönlichen Vergangenheit.

Hier geht es weniger um Techniken, sondern es geht vor allem um Erlebnisse, die allen Menschen Freude bereiten und be- reits nach kurzer Zeit körperliches und auch seelisches Wohl- befinden bringen - Jedem - auch Skeptikern und Couch-Pota- toes, Beleibten und Gehemmten. Und auch jenen, die sonst selten bei entsprechenden Veranstaltungen zu treffen sind: Männern.

In der Dynamischen Entspannung geht es vor allem um leben- dige, leichte, angenehme, nährende und aufbauende Momente, die durch die Musikbewegungen und die Übungen möglich wer- den.

 

Schöner kann tanzen und Menschen treffen nicht sein!  

 

 

 

Grundlagen der Dynamischen Entspannung

1. "die Welle"   -   rote und blaue Energie

Der „rote Faden“ der Dynamischen Entspannung

Die rote aufsteigende Energie steht für kraftvolle, intensive, lustvolle Bewegungen.

Die blaue absteigende Energie steht für Entspannung, Los- lassen, Treibenlassen.

Grundlegend für alle Übungen ist der fließende Wechsel von Anspannung und Entspannung, von Dynamik und Ruhe, von Loslegen und Loslassen. Dies führt zur vollständigen Erholung von Körper, Geist und Seele.

Die Übungen der Dynamischen Entspannung wirken tief, bis in unser "Emotionales Gehirn", den Bauch.

Dann kann sich das "süße innere Strömen" (Gerda Boyesen) ausbreiten, und die Selbstheilungskräfte des Organismus akti- vieren sich. Wir nennen diesen Zustand auch "Flow".

Die meisten Menschen in unserem Kulturkreis „halten den Ball flach“, sie führen ein Leben ohne Höhen und Tiefen. Sie haben verlernt, die ganze Bandbreite des Lebens zu leben – aus Angst enttäuscht zu werden, Angst davor was wohl die anderen den-ken, Angst den eigenen Impulsen zu folgen (wenn man sie wie- der spürt).

Man hat sich mit dem Leben "arrangiert". Wenn da nicht diese unangenehmen Begleiterscheinungen wären:


Langeweile,
Öde,
Dumpfheit,
nichts regt mehr an,
Gefühllosigkeit,
da war doch noch was?

Ein Teilnehmer brachte es auf den Punkt:

„Erst muss man wissen, dass man etwas verloren hat,
dann kann man es suchen“.................

und finden. (Anmerkung Uschi Brenscheid)

Jede Übungs-Sequenz bringt die Fähigkeit, zwischen den Polen von Anspannung und Entspannung zu schwingen mehr und mehr zurück. Vor allem werden neue Wege für die Übergänge gefunden.

Wie komme ich vom totalen Stress bei der Arbeit in die Ent- spannung zuhause? Wie finde ich am Wochenende aus der Abhängphase in neue lustvolle Bewegung?

 
2.  Die Positiven Bewegungen

Blockaden lösen

Jeder Mensch hat in seiner prägenden frühesten Kindheit Einschränkungen erfahren. So lernte jeder, sich als kleines Kind diesen Einschränkungen anzupassen, damit er weiterhin geliebt und  anerkannt wird.

Die „beliebtesten“ Stellen für Blockaden im Körper sind

Kiefer
Nacken, Schulter, Arme
Becken
Beine


Wer Kinder beobachtet stellt fest, dass sie immer mit dem ganzen Körper reden. Wollen sie etwas, sind ihre Arme, ihre Hände zum Ziel ihres Begehrens ausgestreckt. Freuen sie sich, so tanzen ihre Arme und der ganze Körper freut sich mit. Kinder hüpfen vor Freude, vor Ungeduld, wenn sie ein Ziel erreichen wollen sind ihre Beine in Bewegung.

„Sei nicht so laut“ 
„Red nicht dazwischen“
„Mach dich nicht so wichtig“
„Du darfst nicht wütend sein“
„Zappel nicht so rum“ 
„Sei ruhig“


Werden diese Impulse früh unterbunden, sind auch diese Körperstellen voller festgehaltener Bewegung, verspannt, undurchlässig.

Eine Vielzahl von Übungen zielt darauf ab, diese verspannten Körperpartien wieder zu beleben – Blockaden zu lösen. Und dies alles in spielerischer Weise, tanzend, mit Freude.

Durch die Bewegungen und Übungen der Dynamischen Ent- spannung kann die Energie wieder strömen. Recht schnell kommen wir in den Genuss von Flow-Erlebnissen.

Flow ist der optimale Zustand dynamischer Gelassenheit. Charismatische Menschen, glückliche Kinder und kreative Menschen verkörpern Flow. Alles fließt, geht mühelos von der Hand. Es ist ein im Grunde natürlicher Zustand, der lediglich besagt:

„Ich habe Freude an dem was ich tue, ich bin mit Leib und Seele dabei, es lauft wie von allein“
 

ICH Bewegungen

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beherzt, entschieden, raumgreifend
stärken innerlich und geben Selbstvertrauen

NEIN Bewegungen

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energisch, befreiend, entladend
lernen, wirkungsvoll "nein" zu sagen und sich abzugrenzen

JA Bewegungen

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lustvoll, aber auch anstrengend, dranbleiben, "Ich schaffe es!"
fördern Willensstärke, helfen Widerstände zu überwinden, mutig zu sein

WIR Bewegungen

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nah, verbunden, Freude, Resonanz,
Hemmungen schwinden, Freude am "wir" wächst,
lernen, sich auch im Kontakt mit anderen selbst zu spüren,
jeder sorgt nur für sich selbst

LOSLASS Bewegungen

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entlasten, entschlacken (psychische Schlacken im Bauchhirn),
öffnen Herz und Sinne

BEWEGTE Stille

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Ausklang, nachspüren, neue Räume tun sich auf

 

3.    Psychisches Entschlacken... die vollkommene Entspannung

Der amerikanische Neurobiologe, Michael Gershon, entdeckte und erforschte in den 90er Jahren das sogenannte enterale Nervensystem. Er nannte es auch das "zweite Gehirn" bzw. "Bauchhirn". Es ist von unserem Denken nur in sehr geringem Umfang zu beeinflussen.

Der Bauch, genauer gesagt der Verdauungstrakt, ist unser eigentliches emotionales Zentrum. Er verfügt über ein eigenes, selbständig funktionierendes Nervensystem. Er verdaut unsere seelischen Konflikte, produziert Serotonin und andere "Glücks- stoffe", speichert aber auch Spannung und gibt so die innere Richtung vor.

Jeder Ärger, jeder faule Kompromiss, jede Kränkung, jede Ent- täuschung, jedes Hinunterschlucken von Gefühlen hinterlässt Spuren im Organismus. Dies geschieht in Form von muskulä- ren Spannungen, die sich besonders im Verdauungstrakt auf- bauen. Ein Gefühl wie Steine im Bauch.

Im Normalfall kann unser System diese emotionalen Rückstän- de vollständig verdauen. Steht ein Organismus aber längere Zeit unter Druck, dann funktioniert das nicht mehr und die An- spannungen setzen sich fest. Diesen Prozess bezeichnen wir als psychische Verschlackung.

Unruhe, Reizbarkeit, Schuldgefühle, unbegründete Ängste, Schlafstörungen, Spannungsschmerzen und andere Stress-Symptome sind immer die Folge psychischer Schlacken. Sie bestimmen unser Leben mehr und mehr, aber wir merken es erst, wenn die Probleme unübersehbar werden.

Während der „roten Phase“ – kraftvolle, intensive Bewegungen, werden die Verspannungen des Körpers gelöst.

In der „blauen Phase“ – loslassen, treiben lassen..., können auch die sog. Restspannungen, die psychischen Schlacken gelöst werden.

Übungen aus der Biodynamik (nach Gerda Boyesen) z. B. Liften und Schwingen, unterstützen diesen Prozess.

 

4.    Setting der Seminare

Jeder ist willkommen, so wie er ist.

Jeder bewegt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten und Grenzen und das ist in Ordnung so.

Das eigene Körpergefühl und Empfinden steht an erster Stelle.

Nichts „muss“, alles „kann“.

Das einzige Ziel besteht darin, positive Erfahrungen miteinander zu ermöglichen, in der Begegnung mit sich selbst und mit anderen.

Spaß, Gemeinschaft und Leichtigkeit stehen im Vordergrund.

Es geht um positive neue Erfahrungen im Leben – nicht um therapeutische Arbeit oder Herumstochern in der persönlichen Vergangenheit.

Es gibt keine Fehler – nur Erfahrungen.

Ich schaffe Raum für Veränderung – alles andere entscheidet jeder Teilnehmer selbst in seinem eigenen Tempo.

Ich biete Möglichkeiten für neue Erfahrungen.

Das OB, WANN und WIE entscheidet jeder Teilnehmer für sich selbst.


 
5.     Theorie

Jede Übungs-Sequenz enthält auch immer einen Theorie-Teil, wo die Methode selbst tiefergehend erklärt wird.

Aber auch weiterreichendes Wissen um die Zusammenhänge von Körper, Gefühlen und Gedanken werden vermittelt, damit das in den Bewegungen Erfahrene auch in den Alltag integriert werden kann.
 
z. B.

Wie „funktioniert“ Stress (und demzufolge Entspannung)

Blockierte Lebensenergie (Kiefer, Schulter/Nacken,Becken,Beine)

Mein Bauch – das emotionale Zentrum

Psychisches Entschlacken

Hirnforschung

Bewußtsein – Unbewußtes – den gemeinsamen Nenner finden

Die Macht der inneren Bilder

Umgang mit Widerstand


 

"Zonenmodell" und Übersicht

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Der obige Text sowie die beiden ausgezeichneten Grafiken wurden mir freundlicherweise von Uschi Brenscheid, die mit mir die Ausbildung gemacht hat, überlassen. Vielen herzlichen Dank an "meine" Uschi.

Die obigen Fotos wurden an Ausbildungswochenenden geschossen und die Teilnehmer sind mit der Veröffentlichung einverstanden.

Die Fotos wurden ebenfalls von Uschi Brenscheid gemacht.